Influencer Relations: Definition und Praxis für Food-Marken

In diesem Blogpost erklären wir Ihnen alles Wissenswerte zum Thema Influencer und Blogger Relations.

Inhaltlich aktualisiert am 27. Oktober 2026.

Influencer Relations bezeichnet den strategischen Aufbau und die Pflege von Beziehungen zwischen Unternehmen und passenden Content Creators. Im Mittelpunkt stehen kontinuierlicher Austausch, relevante Inhalte und eine glaubwürdige Verbindung zwischen Marke, Influencer und Community. Für Food-, Wein-, Hotel- und Lifestyle-Marken kann daraus eine Zusammenarbeit entstehen, die Produkte durch persönliche Erfahrungen und verständliche Geschichten erlebbar macht.

Was ist der Unterschied zwischen Influencer Relations und Influencer Marketing?

Influencer Marketing beschreibt häufig konkrete Kampagnen mit vereinbarten Inhalten, Laufzeiten und Kommunikationszielen. Influencer Relations legt den Schwerpunkt auf die Beziehung und den fortlaufenden Dialog. Beide Ansätze können sich ergänzen: Aus einer längerfristigen Beziehung können einzelne Kampagnen entstehen, und eine erfolgreiche Kooperation kann den Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Projekte bilden.

Diese Unterscheidung greift auch die Forschung auf. Eine Studie in Public Relations Review untersucht Influencer Relations aus PR-Perspektive und hebt persönliche Beziehungen, den Austausch mit Communities und kreativen Freiraum hervor.

Welche Rolle spielen Influencer in der Food- und Beverage-PR?

Influencer sind Menschen, deren Inhalte und Empfehlungen innerhalb einer bestimmten Zielgruppe wahrgenommen werden. Für unsere Arbeit als PR-Agentur sind vor allem Creator relevant, deren Themen zu Food, Wein, Reise, Hotellerie oder Lifestyle passen. Entscheidend ist nicht allein die Größe eines Profils, sondern die Verbindung zwischen Inhalt, Publikum und Marke.

Bei Lebensmitteln, Getränken oder Hotels lassen sich Produkte und Erlebnisse anschaulich vermitteln: durch Rezepte, Verkostungen, Einblicke in die Herstellung oder Erfahrungen vor Ort. Ein passender Creator kann Hintergründe erklären und Fragen seiner Community aufgreifen. Glaubwürdigkeit entsteht dabei durch eine nachvollziehbare Zusammenarbeit und Inhalte, die zum Profil passen.

Wann sind Mikro-Influencer sinnvoll?

Kleinere, thematisch spezialisierte Profile können interessant sein, wenn eine Marke eine klar umrissene Zielgruppe erreichen möchte. Die Einteilung nach Followerzahlen ist je nach Quelle unterschiedlich. Für die Auswahl sind daher Themenkompetenz, Qualität der Interaktionen, Zielgruppenpassung und bisherige Kooperationen aussagekräftiger als eine starre Größenklasse.

Eine kleine Community ist nicht automatisch engagierter, und eine große Reichweite ist nicht automatisch unpassend. Welche Zusammenarbeit sinnvoll ist, hängt vom Ziel ab: Bekanntheit aufbauen, ein Produkt erklären, qualifizierte Besuche gewinnen oder den Dialog mit einer bestimmten Community stärken.

Wie findet man passende Influencer für eine Food-Marke?

Vor der Ansprache prüfen wir, wie sich die Zusammenarbeit in die Kommunikationsstrategie einfügt. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl:

  • Zielgruppe: Passen Interessen, Sprache und Markt der Community zum Produkt?
  • Themenumfeld: Gehören Food, Wein, Reisen oder Gastronomie bereits glaubwürdig zum Profil?
  • Content: Passen Stil, Bildsprache und Tonalität zur Marke?
  • Interaktion: Entstehen nachvollziehbare Gespräche und relevante Rückfragen?
  • Markenfit: Gibt es Widersprüche zu bisherigen Kooperationen oder persönlichen Überzeugungen, etwa bei Fleisch oder Wein?
  • Zusammenarbeit: Lassen sich Erwartungen, Inhalte, Zeitplan und Verantwortlichkeiten klar abstimmen?

Wie läuft die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur ab?

  1. Ziel und Zielgruppe festlegen: Klären, welchen Beitrag die Zusammenarbeit zur Markenkommunikation leisten soll.
  2. Passende Profile auswählen: Themen, Publikum, Inhalte und bisherige Kooperationen prüfen.
  3. Persönlich ansprechen und abstimmen: Idee, Erwartungen und mögliche Formate gemeinsam besprechen.
  4. Inhalte begleiten: Produktinformationen und Ansprechpartner bereitstellen und kreativen Freiraum mit dem Kommunikationsziel verbinden.
  5. Ergebnisse auswerten und Kontakt pflegen: Die vereinbarten Ziele prüfen und Möglichkeiten für die weitere Zusammenarbeit besprechen.

Bei Gourmet Connection verbinden wir diese Arbeit mit Food- und Getränke-PR sowie digitaler Kommunikation und Social Media. Ein Beispiel für den Dialog mit Communities sind die digitalen Weinproben für Elfhundertzwölf, die wir gemeinsam mit Food-Medien und Influencern umgesetzt haben.

Wie lässt sich der Erfolg von Influencer Relations messen?

Die Kennzahlen sollten zum Ziel passen. Für Bekanntheit sind beispielsweise Reichweite und Views relevant, für die Auseinandersetzung mit Inhalten Kommentare, gespeicherte Beiträge und geteilte Inhalte. Geht es um Website-Besuche oder Anfragen, helfen entsprechend eingerichtete Links und eine passende Erfolgsmessung. Ergänzend lohnt sich der Blick auf die Qualität der Inhalte und die Kontinuität der Zusammenarbeit.

Eine Orientierung zur Zuordnung von Zielen und Kennzahlen bietet der BVDW-Leitfaden zu Influencer Marketing und E-Commerce. Einzelne Kennzahlen sollten immer im Kontext der Kampagne bewertet werden.

Fazit: Relevanz und Beziehungen statt reiner Followerzahlen

Erfolgreiche Influencer Relations verbindet eine passende Auswahl mit klaren Zielen, guten Inhalten und kontinuierlichem Austausch. Für Food-, Travel- und Lifestyle-Marken kommt es darauf an, Produkte glaubwürdig in die Themenwelt einer Community einzubinden.

Sie möchten Influencer Relations in Ihre Kommunikation integrieren? Sprechen Sie mit Gourmet Connection über Ihre Marke und Zielgruppe.