Die Food-Trends 2020/21 und ihre Rolle für die PR

Food Trends

Wie lassen sich zukünftige Trends in der Food- und Beverage-Industrie und Entwicklungen im Konsumverhalten für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzen?

Prognosen im Hinblick auf neue Food-Trends unterliegen einem ständigen Wandel, ganz besonders in diesem Jahr. Denn auch die F&B-Industrie ist heftig von der Corona-Krise betroffen. Veränderungen unseres Essverhaltens, der Lebensmittelbranche- und -produktion, aber auch eine geänderte Sicht auf das Thema Nachhaltigkeit haben die Karten neu gemischt. Was kommt, was bleibt, was geht? Und wie können wir als PR-Agentur die Erkenntnisse nutzen?

 

Wie ticken die Konsumenten?

„Corona verändert auch den Ernährungsalltag der Deutschen“, betont Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Tatsächlich zeigt bereits ein kurzer Blick in die aktuelle Studienlage, dass die letzten Monate viele neue Food-Entwicklungen hervorgebracht haben. Es wirkt angesichts des zurückliegenden Lockdowns zunächst nicht überraschend, dass im Rahmen einer forsa-Umfrage zum Thema “Ernährung in der Corona-Krise” 30 Prozent der Befragten  , seit der Krise mehr Zeit am heimischen Herd zu verbringen und selbst zu kochen.

Dass die Konsumenten dabei jedoch zunehmend Faktoren wie Frische, Bioqualität und Herkunft ihrer Nahrungsmittel berücksichtigen, schon eher. Es scheint, als habe die Pandemie verdeutlicht, dass Zusammenhalt und Regionalität gefördert werden müssen. Über 80 Prozent der Befragten fanden wichtig, dass Obst, Gemüse, Fleischprodukte, Fisch  und Co. aus der Region kommen. In diesem Zusammenhang ist auch eine höhere Wertschätzung für die Landwirtschaft und Lebensmittelproduzenten zu verzeichnen.

Doch wie helfen uns die aufschlussreichen und zunächst sehr positiven Entwicklungen beim Blick in die Glaskugel für das kommende Jahr? Wer im Bereich Social Media unterwegs und trendaffin ist, dem werden gewisse Tendenzen nicht entgangen sein.

 

Trend 1: Essen und Trinken per Kurier

Die zeitweise Schließung sämtlicher Restaurants hat das Geschäft der Alltagsgastronomie auf eine harte Probe gestellt. Es boomen Lieferservices – insbesondere für Lebensmittel aus biologischem und regionalem Anbau. Wie das Thema Mobile Office die Bürowelt beschäftigt, legen aufgrund der hohen Nachfrage auch viele Gastronomen den Fokus verstärkt auf das Ausliefern und sparen so Miete und Personalkosten. Da das typische Gastroerlebnis jedoch vom kommunikativen Austausch und dem gesellschaftlichen Miteinander geprägt ist, bleibt fraglich, inwieweit sich diese Entwicklung durchsetzen wird.

 

Trend 2: Lokal und saisonal

Der Hashtag #supportyourlocal ist nach wie vor in aller Munde. Ziel ist es, vermehrt Geschäfte in der Nähe zu unterstützen und dabei lokal und regional einzukaufen. Gerade unter Studenten und jungen Menschen wurde dieses Bewusstsein massiv gestärkt. Netzwerke wie das der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) sind weit verbreitet, der Gang auf den Wochenmarkt oder in den Bio-Hofladen hat sich bei vielen Menschen vom Trend zum Lifestyle  . Auch mit den Fragen „Was ist regional, was ist saisonal?“ und der damit verbundenen Herkunft eines Lebensmittels wird sich nachhaltiger auseinandergesetzt.

 

Nachhaltigkeit im Rahmen der PR-Arbeit

Diese Entwicklung stellen wir als PR-Agentur immer mehr im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Kunden aus dem Bereich Food & Beverage fest. Der Frankfurter Sternekoch Carmelo Greco, der seit jeher auf erstklassige Produkte setzt, hat seine Bezugsquellen im aktuellen Zusammenhang neu überdacht: „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten mit vielen Bauern und Produzenten aus dem Frankfurter Umland gesprochen, ihre Produkte getestet und auch die Produktionsbedingungen überprüft. Mit vielen werden wir in Zukunft zusammenarbeiten, besonders dann, wenn auch umweltschonend hergestellt wird.“

 

Trend 3: Why not DIY?

Ganz pragmatisch gehen inzwischen auch viele DIY-ler mit der Thematik der saisonal-regionalen Lebensmittelherstellung um: Sie bauen ihr Essen einfach selbst an! Ob in Gärten, auf Balkonen oder Fensterbänken, Fotos von selbst geerntetem Obst und Gemüse füllen die Social-Media-Kanäle und setzen somit ihr ganz eigenes Statement in der Krise. Auch in der Küche selbst wird wieder mehr „hausgemacht“, verschiedene Einmach- und Kochanleitungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

 

Wie kann ich als Food-Produzent Trends identifizieren?

Als PR-Agentur für die Branchen F&B, Kulinarik, Genuss und Reise  verfügen wir über langjähriges Know-how im Bereich Food  und beobachten immer die aktuellen Entwicklungen. Schließlich wollen wir spannendes Storytelling machen, professionelle und kreative PR-Maßnahmen stricken und die Produkte unserer Food-Kunden ins richtige Licht rücken. Dabei helfen uns drei Elemente:

 

Den Wandel auf Social Media verfolgen

Essen und Trinken gehören zu den Motiven, die am häufigsten in den sozialen Netzwerken gepostet werden. Entsprechend geben diese Erwähnungen Aufschluss darüber, wie sich online mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt wird und welche Lebensmittel hoch im Ranking der verschiedenen Zielgruppen stehen.

 

Fokus auf die Megatrends

Ein Trend bedingt den anderen. Globalisierung, Individualisierung und die voranschreitende Digitalisierung sind Entwicklungen, die aktuell in allen Branchen weltweit ihre Spuren hinterlassen. Wenn man diesen Zusammenhang versteht und herunterbricht, lassen sich interessante Rückschlüsse auf Teilbereiche wie etwa die Food- und Beverage-Industrie und damit auch die Food-PR ziehen.

 

Abwarten und Tee trinken

Trends entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Sie sind das Ergebnis eines über mehrere Jahre stattfindenden Wandels. Insbesondere der Lebensmittel-Sektor und die Gastronomie sind nach wie vor durch eine starke Dynamik und permanente Veränderungen geprägt. Wer hier kontinuierlich beobachtet und dabei auch die Entwicklungen der letzten Jahre berücksichtigt, bekommt ein gutes Gespür für heranrollende Neuerungen.

 

Food-Trends im Rahmen der PR-Arbeit

Wir als PR-Agentur bleiben immer am Ball, was die neuesten Food-Trends angeht, und setzen die Erkenntnisse in sinnvolle Marketingkonzepte und Kommunikationsmaßnahmen um.

Bei dem Thema ganz vorne dabei ist übrigens unser Kunde Aramark, der mit seinem Gespür für Trends ein Vorreiter in der Branche ist und seinen Gästen kreative Gerichte serviert, noch bevor sie zum Trend werden. Wir unterstützen Aramark dabei mit einer PR-Strategie, die Journalisten und Redakteure der zielgruppengerechten Medien überzeugt. So haben wir dieses Jahr ein gemeinsames Projekt zwischen Aramark und dem Zukunftsinstitut arrangiert, bei dem sich Aramark-Vorsitzender Jürgen Vogl und Foodtrendforscherin Hanni Rützler zu brandaktuellen Themen wie Corona, gesunder Ernährung, Nachhaltigkeit und der Zukunft der Betriebsgastronomie austauschten.

Den Teaser zum Dialog hierzu können Sie sich hier ansehen.

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